Baikalregion
Der Baikalsee, mit 1637 m tiefster See und mit über 20 km³ auch größter See der Erde, liegt in Ostsibirien. Der See wird das heilige Meer der Burjaten oder Perle Sibiriens genannt. Keine Bezeichnung und keine der ihn auszeichnenden Superlative können die von ihm ausgehende Faszination auch nur annähernd beschreiben.
Die Baikal-Region lohnt es sich zu jeder Zeit zu bereisen, vor allem aber im Frühjahr (Mai-Juni) wenn der Rhododendron die Taiga leuchten läßt und im September, wenn sich die Taiga im „goldenen Herbst“ verfärbt. Die Hauptreisezeit ist Juli bis August.
Neben den Russen bevölkern zwei wichtige Ethnien die Baikal-Region: Burjaten und Ewenken. Die Ewenken sind ein sehr kleines Volk sibirischer Ureinwohner, welche teilweise immer noch einer traditionellen Wirtschaftsweise nachgehen. Es handelt sich um die immer seltener werdende Zucht von Waldrentieren. Die Burjaten gehören zu den großen sibirischen Urvölkern. Im 16. Jh. wurden sie von tibetischen Mönchen missioniert und sind seitdem Buddhisten. In den 20er Jahren des 19. Jh. kam dann der Bürgerkrieg und anschließend über 70 Jahre Sowjetmacht. Überall im Land findet man Zeugen dieser wechselvollen Geschichte: orthodoxe Kirchen, buddhistische Holztempel, Leninstatuen, die Schienen der längsten Eisenbahnstrecke der Welt, der Transsibirischen Eisenbahn. Auch landschaftlich hat die Baikal-Region einiges zu bieten: Über 200 000 km² undurchdringliche Taiga, in der im September die wertvollen Zirbelnüsse geerntet werden, man noch die seltenen Moschustiere findet, Braunbär und Vielfraß noch recht häufig sind. Die weiten Beckenlandschaften mit der endlosen Steppe, in der die Burjaten ihre Pferde- und Schafherden weiden und sich das Federgras im Winde wiegt. Die majestätischen sibirischen Ströme Selenga und Angara und vieles mehr.
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