|
|
Mit dem Fahrrad auf der Seidenstraße (19 Tage)
Radreise (19 Tage)
Auf dieser außergewöhnlichen Radtour erkunden wir den Tien Schan, überwinden einen seiner eindrucksvollen Pässe, den Töö-Aschun, und wandern durch die einzigartigen Fichtenwälder im Terskej-Alatoo-Gebirge. Die Reise bietet nicht nur einen überwältigenden Eindruck von Natur und Landschaft, sondern auch von Menschen und ihrer Kultur. Denn wir übernachten bei kirgisischen Nomaden am Hochgebirgssee Song Köl und besuchen Wolgadeutsche in Rotfront. Wir nehmen uns Zeit für die historische Altstadt von Karakol, besichtigen Museen, seltene Felszeichnungen und eine Manufaktur zur Herstellung von Jurten. Große Teile unserer Strecke verlaufen durch das UNESCO-Weltnaturerbegebiet Issyk-Kul. Die Tour ist für Genießer als auch sportlich orientierte Biker gleichermaßen geeignet, da sie in unterschiedlichen Etappenlängen durchgeführt werden kann. Sie können zwischen einer normalen Variante (Unterkünfte überwiegend Zelt) und einer Komfortvariante (ausschließlich feste Unterkünfte) wählen.
Höhepunkte:
- landschaftliche Vielfalt: Wüste, Steppe, Gebirgstaiga, alpine Wiesen
- Burana: historische Stadt an der Seidenstraße
- Rotfront: Dorf von Wolgadeutschen
- UNESCO-Weltnaturerbegebiet Issyk Kul
- Felszeichnungen von Tscholpon-Ata
- historische Altstadt von Karakol
- orthodoxe Holzkathedrale und Moschee von Karakol
- Felsformationen von Dshety Ögüz
- Filzherstellung und Filzmanufaktur Bokonbaewa
- Tageswanderung in den Gebirgswäldern des Tien Schan
- ursprüngliches Nomadenleben am Song Köl
- Dorfmuseum Koshumkul
- der gewaltige Töö-Aschuu-Paß
- Meteorologische Station Töö-Aschuu
- Hauptstadt Bischkek
|

.
|

Minarett / Uzgen
|
| Ziel: |
Kyrgyzstan |
| Reiseart: |
Radreise () |
| Termine: |
Termine (Individuell, 2-12 Pers.):
frei wählbar von Mai bis Anfang Oktober 2010
|
| Kosten: |
ab 1140 EUR (2 -12 Pers.) |
|
Studententarif: |
- |
| Anmerkungen: |
Normalvariante (Preis pro Person):
2 Personen 1650 EUR
3 Personen 1470 EUR
4 Personen 1340 EUR
5 Personen 1270 EUR
6 Personen 1200 EUR
9 Personen 1200 EUR
10 Personen 1140 EUR
Komfortvariante (Preis pro Person):
2 Personen 1900 EUR
3 Personen 1730 EUR
4 Personen 1590 EUR
5 Personen 1530 EUR
6 Personen 1460 EUR
9 Personen 1460 EUR
10 Personen 1390 EUR
Hinweise:
• Schwierigkeit: leicht / sportlich / schwer
• leicht: 470 km mit Tagesetappen von 25 km bis 40 km
• sportlich: ca. 700 km mit Etappen von 25 km bis 80 km
• schwer: 910 km mit Etappen von 40 km bis 100 km
• ca. 30 % der Route verlaufen auf unbefestigten Straßen, 70% auf Asphalt
• Geräumiges Begleitfahrzeug ist zur Aufnahme aller Fahrräder ausgelegt und kann, falls die Kraft oder Zeit nicht reichen, die gesamte Gruppe transportieren und Zwischendistanzen überwinden.
• Eigenes Rad und Zelt, Schlafsack, Isomatte erforderlich
|
| Leistungen: |
- Normalvariante: 4x Gästehaus, 2x Jurte, 11x Zelt
- Komfortvariante: 15x Gästehaus und Hotel, 2x Jurte
- Vollverpflegung
- deutschsprachige Tourenleitung
- alle Transportleistungen
- Begleitfahrzeug mit Mechaniker
- begleitende Feldküche
- sehr gut ausgebildeter Dolmetscher (deutsch-russ.)
- alle Eintrittsgelder für Museen
- Unterstützung bei der Flugbuchung
- Hilfe bei Visabeschaffung
|
| Nicht enthalten: |
- Flug (ab 600 EUR)
- Visum (ab 40 EUR)
|
| Teilnehmerzahl: |
2 -12 |
Reisebeschreibung:
1. Tag: Anreise
Abflug in Deutschland mit AEROFLOT (eine andere Fluggesellschaft ist ebenfalls möglich). Die reine Flugzeit beträgt ca. 6 Stunden. Nach einer Zwischenlandung in Moskau kommen Sie am Morgen des nächsten Tages an. Der Zeitunterschied beträgt 4 Stunden.
|
2. Tag: Ankunft in Kirgisien
Am Morgen werden Sie am Manas-Flughafen Bischkek abgeholt. Transfer in Ihre Unterkunft. Nachdem sie sich vom Flug erholt haben, wollen wir die Tour besprechen. Die gesamte Reise führt durch das Gebirgssystem des Tien Schan, welcher fast ganz Kirgisien einnimmt. Die ehemalige Sowjetrepublik ist ein Hochgebirgsland: 90 % der Landesfläche liegen über 1500 m NN, 70 % über 3000 m NN. Unsere Tour verläuft allerdings den größten Teil durch die weitläufigen Beckenlandschaften. Deshalb gibt es (bis auf die Pässe) keine extremen Höhenunterschiede im Routenverlauf!
Nach der Tourbesprechung ist genug Zeit die Räder und das Gepäck startklar zu machen. Die Transporttasche für das Fahrrad sowie Ausrüstung, welche man während der Reise nicht benötigt, kann bis zum Ende der Reise im Gästehaus gelassen werden. Am späten Nachmittag wollen wir noch etwas in der Hauptstadt Bischkek bummeln. Ü: privates Gasthaus bei Bischkek (1050 m NN)
|
3. Tag: Wolgadeutsche und eine Stadt der Seidenstraße
Die heutige Tagesstrecke, welche bis auf 10 km asphaltiert ist, beginnt bei ca. 1250 m NN. Sie verläuft durch die welligen Vorgebirge des mächtigen Kirgisischen Alatoo, welcher direkt vor den Toren Bischkeks liegt. Der Kirgisische Alatoo ist ein 450 km langer Gebirgszug und gehört zum Gebirgssystem des Tien Schan.
Nach wir uns an verschlafenen Bergdörfern vorbeigearbeitet haben, fahren wir nach 30 km einen kleinen Paß hinab und kommen in eine der großen Beckenlandschaften des Landes, in das Tschuj-Tal. Nach weiteren 10 km erreichen wir Rotfront (1050 m NN). Rotfront ist ein Dorf, welches durch Wolgadeutsche gegründet wurde. Diese siedelten Anfang des 20. Jh. hierher um. U. U. haben wir Gelegenheit, mit den Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen. Der Deutschlehrer im Dorf ist ein guter Freund von uns. Er hat in den vergangenen Jahren ein kleines Museum eingerichtet, welches wir uns anschauen wollen. (Variante 1: die letzten 45 km im Begleitfahrzeug.) Nach weiteren 15 km erreichen wir Burana (950 m NN), einst eine Stadt an der alten Seidenstraße. Neben dem Freilichtmuseum sind auch die Ergebnisse von Ausgrabungen aus der Sowjetzeit sehenswert. Hier kann man das legendäre Minarett (11. Jh.) bewundern, das einzig erhaltene historische Minarett im Norden Kirgisiens. Von Minarett aus hat man einen wunderschönen Blick auf das gesamte Tal des Tschuj und im Hintergrund thronen die 4000er des Kirgisischen Alatoo. Unser erstes Camp schlagen wir am Flußufer des Tschuj auf (950 m NN). (Variante 2: die letzten 30 km im Begleitfahrzeug Variante 3: alles per Rad.) Ü: Zelt (2200 m NN) Variante 1: 40 km + 300 hm ↓), Variante 2: 55 km + 300 hm ↓), Variante 3: 85 km + 300 hm ↓)
|
4. Tag: Auf dem Weg in das Gebiet des UNESCO-Weltnaturerbes
Heute beginnt unsere Etappe am Eingang der Boom-Schlucht (1200 m NN). Die ca. 20 km lange Schlucht mit ihren wacholderbestandenen Hängen und Steilwänden ist das Durchbruchstal des Tschuj, welcher sich an dieser Stelle durch den Kirgisischen Alatoo erodiert hat. Unterwegs können wir an einer Quelle, welche von den Kirgisen als heiliger Ort angesehen wird, erfrischen. (Variante 1: die letzten 65 km im Begleitfahrzeug.) Nach weiteren 30 km erreichen wir Balyktsche (1610 nm NN), die Stadt am Ufer des Issyk Kul. Hier legen wir einen kurzen Stopp ein, um uns auf dem Markt mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. (Variante 1: die letzten 35 km im Begleitfahrzeug, (Variante 2: alles per Rad). Unser Tagesziel heißt Tschyrpykte, wo wir direkt am Ufer des Issyk Kul unsere Zelte auf 1610 m NN aufschlagen. In der Boom-Schlucht fahren wir in das Verwaltungsgebiet Issyk Kul Oblast ein. Der Oblast erhielt seinen Namen durch den See Issyk Kul. Wegen seiner einzigartigen Natur und Landschaft wurde diese Region und der See im Jahre 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Ü: Zelt (Variante 1: 20 km + 200 hm ↑Variante 2: 50 km + 400 hm ↑), Variante 2: 85 km + 400 hm ↑)
|
5. Tag: Wüsten und Felszeichnungen von Tscholpon-Ata
Der Issyk Kul See gehört zu den Naturwundern dieses Planeten. Mit einer Länge von knapp 200km, einer Breite von 60 km und einer Tiefe über 600 m ist er nicht nur der 7.tiefste See, sondern auch der größte Hochgebirgssee der Erde (nach dem Wasservolumen).
Der heutige Tag führt uns auf ebener Asphaltstraße nach Tscholpon-Ata (40 km, 1610 m NN). Dabei durchqueren einige Kilometer Wüste. Die Wüsten Kirgisiens werden ausschließlich durch Steinwüsten gebildet und kommen nur im westlichen Teil des Issyk Kul-Beckens vor! Wir besichtigen zuerst das Freilichtmuseum mit den berühmten Felszeichnungen. Dieses umfaßt einige Hundert Petroglyphen verschiedener Epochen. In seiner Mannigfaltigkeit der Zeichnungen und der Anzahl stellt Tscholpon-Ata eines der größten Petroglyphenfelder in ganz Zentralasien dar. Im Anschluß besteht die Möglichkeit, sich das Regionalmuseum anzuschauen. Es wartet mit einer interessanten archäologischen und ethnographischen Abteilung auf. Unser Tagesziel heißt Ananewo. Dabei fahren wir im am Ufer des Sees entlang. Kurz nach Tscholpon-Ata fahren wir durch einmalig schöne Pappelalleen. (Variante 1: die restlichen 45 km per Begleitfahrzeug Variante 2: alles per Rad.) Ü: Zelt bei Ananewo (Variante 1: 40 km + 0 hm, Variante 2: 85 km + 0 hm)
|
6. Tag: Der Zentralasienforscher Przhewalskij
Unser heutiges Ziel heißt Karakol (100 km). Die ersten 60 km folgt die Straße dem Seeufer und wir erreichen Tjup, eine Kleinstadt. (Variante 1: die ersten 30 km per Rad, Variante 2: die restlichen 40 km per Begleitfahrzeug, Variante 3: alles per Rad.). Danach steuern wir den Ort Karakol-Pristan an, wo sich ein Museum befindet, welches dem bedeutendsten Zentralasienforschers des 19. Jh. gewidmet ist: Nikolaj Przhewalskij. Er stand als erster europäischer Wissenschaftler vor den Toren Lhasas, entdeckte den Lop Nur See und trug viel zur Erforschung von Flora, Fauna, Geologie und Geographie Mittel- und Zentralasiens bei. Das sehr informative Museum enthält einige originale Exponate seiner Expeditionen und zeichnet die Lebensstationen nach. Außerdem befindet sich sein Grab auf dem Museumsgelände. Im Anschluß Transfer ins Gästehaus, wo eine warme Dusche und Sauna auf uns warten. Am Nachmittag oder im Laufe des nächsten Tages wollen wir uns noch das Wildtierzentrum anschauen. Es wird vom „NABU Kirgistan“ unterhalten und zeigt einige typische Vertreter der Fauna Mittelasiens: z. B. Schakal, Marco-Polo-Schaf, Wüstenfalke, Isabell-Braunbär. Am Abend ist Zeit, in einer Gaststätte den Abend ausklingen zu lassen. Ü: Gästehaus in Karakol (Variante 1: 30 km + 0 hm, Variante 2: 60 km + 0 hm, Variante 3: 100 km + 0 hm)
|
7. Tag: Das historische Karakol und Rote Felsen
Karakol ist eine einzigartige Stadt und zählt zu den Perlen Mittelasiens. Im Unterschied zu anderen Siedlungen, welche vom russischen Zaren im 19. Jh. angelegt wurden, findet man in Karakol noch viele Zeugen dieser Zeit. Hier steht die einzige orthodoxe Kathedrale Kyrgyzstans in Holzbauweise und eine Moschee im Pagodenstil. Viele der alten russischen Blockhäuser, sogenannte Sruby, mit ihren liebevoll gestalteten Fensterläden, sind noch erhalten. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die mit stolzen Pappelalleen gesäumten Straßen der Altstadt und schauen uns die Kleinode der Stadt an. Gegen Mittag brechen wir nach Dshety-Ögüz auf (40 km). Dabei fahren wir die ersten 25 km ohne merkliche Höhenunterschiede am Ufer des Sees entlang. Dann biegen wir in das Flußtal des Dshety Ögüz ein und müssen uns auf diesen letzten 15 km auf 2100 m NN kämpfen und erreichen die sagenumwobenen Roten Felsen. (Variante 1: die letzten 15 km per Begleitfahrzeug, Variante 2: alles per Rad.) Viele kirgisische Sagen ranken sich um die bizarren Gebilde aus rotem Sandstein. Berühmt ist das Dorf, welches auch einen wichtigen Kurort darstellt, für seine heißen Quellen. Diese werden in einem kleinen Sanatorium gefaßt. Ü: Zelt am Flußufer des Dshety Ögüz (Variante 1: 25 km und 0 hm, Variante 2: 40 km und 500 hm ↑)
|
8. Tag: Die heißen Quellen von Kyzyl Suu
Nach einem leckeren Frühstück fahren wir die 15 km bergab, dann geht es wieder 20 km auf ebener Straße am Issyk Kul entlang. Wir biegen nun ein weiteres malerisches Gebirgstal ein. Nach 20 km erreichen wir die heißen Quellen von Kyzyl Suu (2400 m NN). Im Unterschied zum Kurort Dshety Ögüz sind die Quellen nicht erschlossen, sondern liegen idyllisch in der Gebirgstaiga. Die Quellen selbst ist von einem einfachen Blockhaus umgeben. Wir können wir uns von den Strapazen des Tages erholen. Zelt am Flußufer. (Variante 1: 35 km + 500 hm ↓, Variante 2: 55 km + 500 hm↓ + 800 hm↑)
|
9. Tag: Wanderung im Tal Kyzyl Suu
Heute soll eine leichte Wanderung ein gewisses Gegengewicht zum Fahrradfahren bringen. Die Route führt auf einem breiten, nur allmählich ansteigenden Weg hinauf in das unbewohnte Tal. Dabei lernen wir die wilden Taigawälder des Tien Schan aus nächster Nähe kennen. Mit etwas Glück kann man einen Einblick in die heimische Tierwelt gewinnen: typisch sind z. B. Pallas-Wasseramsel, Tienschan-Laubsänger und Rotflügelgimpel. Im oberen Tal brütet der seltene Ibisschnabel, ein Charaktervogel Kirgisiens! Auch der Pflanzenreichtum ist beeindruckend: knapp 4000 Arten sind nachgewiesen. In Abhängigkeit von Kondition und Interesse kann die Wanderung bis zum Mittag oder bis zum Nachmittag gehen. Am Abend besteht wieder die Möglichkeit, sich in den heißen Quellen zu erholen. Zelt am Flußufer.
|
10. Tag: Jurtenmanufaktur und Filzkunst
Wir fahren ca. 15 km aus dem Tal des Kyzyl Suu heraus und kommen wieder auf die Uferstraße (1610 m NN). Unseren ersten Stopp wollen wir bei Barskoon einlegen (35 km). Hier befindet sich eine Manufaktur zur Herstellung von Jurten. Es ist ein Privatbetrieb, kein Museum. Nur wenn der Meister zu Hause ist, können wir uns die Manufaktur anschauen. Noch weiteren 40 km erreichen wir Bokonbaewo. (Variante 1: die letzten 40 km im Begleitfahrzeug) Hier wollen wir uns eine Filzmanufaktur anschauen. Die kirgisische Filzkunst ist eine Tradition, welche seit mehreren Jahrhunderten betrieben wird. Man kann in der Manufaktur die Filzherstellung und das Zusammennähen der Teppiche beobachten. In einem Kiosk werden die Erzeugnisse des Hauses verkauft. Unser Truck nimmt nun unsere Räder und wir steuern unser Nachtlager an, eine ruhige Stelle am Ufer des Issyk Kul. Ü: Zelt bei Kara Talaa (Variante 1: 50 km + 800 hm↓, Variante 2: 90 km + 800 hm↓)
|
11. Tag: Vom Issyk-Kul-See nach Kotschkor
Wir brechen am frühen Morgen auf und verlassen den Issyk Kul. Nach ca. 30 km erreichen wir das Flußtal des Tschuj. (Variante 1: Weiterfahrt mit Begleitfahrzeug.) Wir kommen am Stausee Orto Tokoj vorbei und erreichen nach weiteren 40 km die Kleinstadt Kotschkor, welche auf ca. 1900 m NN liegt. Wir schlagen unser Lager am Flußufer auf. In Kotschkor wird sich unsere Küche mit frischen Lebensmitteln eindecken. Der Höhepunkt des Tages ist ein kleiner Familienbetrieb, wo traditioneller Silberschmuck, Filzprodukte und Gewänder hergestellt werden. Ü: Zelt (Variante 1: 30 km + 200 hm↑, Variante 2: 70 km + 300 hm↑)
|
12. Tag: Auf der Seidenstraße
Von Kotschkor geht es weiter Richtung in Richtung Naryn. Hier werden die Berge im rauher. Wir sind auf der Straße von Bischkek nach China unterwegs. Sie führt über Naryn und den Torugart-Paß nach Kaschgar. Diese war über Jahrhunderte ein Teilstück der berühmten Seidenstraße, welche auch am Ufer des Issyk Kul verlief. Wir folgen dem Lauf des Kara-Kudshur und erreichen nach 50 km das Dorf Sary-Bulak (2200 m NN). Von dort sind es noch 10 km bis zum Abzweig (2300 m NN). Dieser Abzweig führt auf einer Schotterpiste zum nächsten Höhepunkt unserer Reise, zum Song Köl. Nach weiteren 10 km erreichen wir das abgeschiedene und idyllische Tal des Tölök-Flusses. Dabei müssen wir einen kurzen Paß (2500 m NN) nehmen. Ü: Zeltcamp am Flußufer des Tölök (2300 m NN) (Variante 1: 30 km + 100 hm↑, Variante 2: 60 km + 400 hm↑, Variante 3: 70 km + 600 hm↑ + 200 hm↓)
|
13. Tag: Über den Kalmak-Paß
Unsere heutige Etappe starten wir im oberen Tölök-Tal, am Anfang der Paßstraße (2850 m NN). Bis zum Kalmak-Paß (3446 m NN) sind es ca. 10 km, welche es in sich haben. (Variante 1: die ersten 10 km per Begleitfahrzeug) Vom Paß aus eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die weitläufige Song Köl Hochebene. In der Mitte dieser Hochebene liegt eine Perle des Tien Schan, der Song Köl See. Man muß dieses Bild mit eigenen Augen gesehen haben! In diese Hochebene (kirg.: Syrte), ziehen seit Jahrhunderten die kirgisischen Nomaden, um ihr Vieh zu weiden. Die Kirgisen sind eines der wenigen Völker Innerasiens, welche dieses Nomadentum auch noch heute praktizieren. Hier können wir entspannen. Wir sind zu Gast bei unserem Freund Alymkul, der mit seiner Familie jedes Frühjahr seine Jurte am Ufer des Sees aufstellt. Nach einer Abfahrt von ca. 40 km kommen wir am Südufer des Song Köl an. Ü: in den Jurten befreundeter Nomaden (Variante 1: 40 km + 400 hm↓, Variante 2; 50 km + 600 hm↑ + 400 hm↓)
|
14. Tag: Ruhetag am Song-Köl-See
Dieser Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. Man kann Tagebuch schreiben, zuschauen, wie die Kirgisen Kumys (ein Nationalgetränk aus vergorener Stutenmilch) herstellen oder einen Spaziergang am Ufer unternehmen. Sehr empfehlenswert ist es, die Umgebung auf dem Pferderücken zu erkunden. Die kirgisischen Pferde sind sehr ruhig und robust und eignen sich hervorragend für Reitanfänger. Unsere Dolmetscher und Reiseleiter, welche praktisch im Sattel aufgewachsen sind, werden ihnen beim Erlernen des Reitens behilflich sein. Achtung! Dieser Tag kann bei der individuellen Tour auch als Radfahrtag verwendet werden. Ü: in den Jurten befreundeter Nomaden
|
15.Tag: Über den Kara-Ketsche-Paß (3354 m NN)
Das erste Highlight des Tages ist der Kara- Ketsche-Paß (3354 m NN), den wir noch ca. 30 km erreichen. (Variante 1: bis zum Kara- Ketsche-Paß im Begleitfahrzeug). Vom Paß aus können wir noch einmal einen letzten Blick auf die Syrte mit ihren weitläufigen Hochgebirgssteppen werfen. Nach dem Paß beginnt eine ca. 40 km sanfte Abfahrt bis ins Dshumgal-Tal bis auf 1600 m NN. Unser Tagesziel heißt Tschaek. Hier möchten auf dem örtlichen Bazar mit frischen Obst und Gemüse kaufen. In der Kleinstadt gibt ein Museum zur regionalen Geschichte. Unser Begleitfahrzeug nimmt nun die Räder auf und bringt uns in die Schlucht des Kökömeren. Ü: Zeltcamp am Fluß Kökömeren (Variante 1: 40 km + 1700 hm↓, Variante 2: 70 km + 350 hm↑ + 1700 hm↓)
|
16. Tag: Suusamyr-Hochebene und Mythen um einen kirgisischen Recken
Von der Kökömeren-Schlucht starten wir in Richtung Suusamyr-Hochebene. Diese Hochebene ist auch ein uraltes Weidegebiet der Nomaden. Wir können auf Nomaden treffen, welche mit ihren Jurten direkt am Straßenrand stehen und frische Milchprodukte verkaufen. Im Dorf Koshumkul (2100 m NN, 30 km) wollen wir uns das Dorfmuseum anzuschauen, welches dem kirgisischen Recken Koshumkul gewidmet ist. Man erhält hier einen Einblick in die kirgisische Mythenwelt. (Variante 1: die letzten 55 km per Begleitfahrzeug). Nach weiteren 40 km erreichen wir dann einen der eindruckvollsten Pässe des Tien Schans, den Töö-Aschuu-Paß (3700 m NN). Der Anfang der Paßstraße liegt bei ca. 2500 m NN. (Variante 2: die letzten 15 km: per Begleitfahrzeug, Variante 3: alles per Rad.) Auf dem Paß wird eine Meteorologische Station betrieben. Normalerweise ist die Station für Touristen nicht zugänglich. Da jedoch die Wissenschaftler Freunde von uns sind, werden wir in die Gästezimmer einquartiert. Ü: Meteorologische Station auf dem Töö-Aschuu-Paß (30 km und 300 hm ↑ /70 km und 700 hm ↑/ 85 km und 1900 hm ↑)
|
17. Tag: Der gewaltige Töö Aschuu Paß
Nach dem Frühstück ist noch etwas Zeit sich auf der Forschungsstation umzuschauen und ein paar interessante Details über das Klima Kirgisiens zu erfahren. Von Paß fahren wir auf einer serpentinenreichen Straße bis hinunter in Tschuj Tal und überwinden dabei einen sagenhaften Höhenunterschied von fast 3000 Metern! Unser Ziel ist Belowodskoe (800 m NN). Die Paßstraße selbst ist ca. 40 km lang, bis Belowodskoe sind es 60km. (Variante 1: die ersten 40 km im Begleitfahrzeug. Variante 2: alles per Rad.) Der Paß gehört zu den eindruckvollsten, welche es in Mittelasien gibt. Nachdem man ca. 30 recht enge Serpentinen gemeistert hat, geht die Straße in eine Schlucht über. Bei Sosnowka (1100 m NN) erreichen wir dann den Eingang zum Tschuj-Tal. Von Belowodskoe sind es dann noch 50 km bis nach Bischkek, welche im Begleittruck zurückgelegt werden. Ü: privates Gasthaus bei Bischkek (30 km und 300 hm↓ oder 70 km und 2900 hm↓)
|
18. Tag: Stadtbesichtigung Bischkek
Heute steht die Besichtigung der Hauptstadt an. Zuerst werden wir den farbenfrohen Osch-Bazar besuchen. In seinem Gemisch aus Sowjetkultur und Orient gibt es auf dem Bazar viele interessante Details zu entdecken. Sehenswert sind die Gewürzverkäufer, die Reishändler und der Kunsthandwerkermarkt. Im Anschluß können wir uns im Zentralen Kaufhaus umsehen und dem Historischen Museum einen Besuch abstatten. Zu Sowjetzeiten war Frunse die grünste Stadt der UdSSR. Unzählige Parkanlagen lockern das Stadtbild auf und laden zum Flanieren ein. Ü: Gasthaus bei Bischkek
|
19. Tag: Abreise
Wir nehmen Abschied von Kyrgyzstan. Transfer zum Flughafen Bischkek. Die AEROFLOT-Maschine startet am frühen Morgen und am Nachmittag ist man bereits in Deutschland.
|

Filzmanufaktur
|
| |
|
|