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Kulturhistorische Exkursion Nord-Kirgisien (29.07. - 16.08.2010)

Geschichte, Kultur und Ethnographie Nord-Kirgisiens

29.07.-16.08.2010
Im Mittelpunkt dieser Reise in das wunderschöne Land von Tschingiz Ajitmatow stehen Geschichte, Kultur, Handwerk und Bräuche der Kirgisen sowie Ethnographie der Völker Kyrgyzstans, wie Uiguren, Uzbeken, Russen und Russlanddeutsche. In Begleitung eines einheimischen Historikers lernt man den Norden dieser ehemaligen Sowjetrepublik Mittelasiens kennen. Neben dem fachlichen Programm bleibt genug Zeit, das Land und seine Natur zu erleben und ausgiebig zu wandern. Die Kyrgyzstan-Exkursion vereint zwei Teile und demzufolge auch zwei Gruppen: die landschaftsökologische und die kulturhistorisch-ethnographische. Beide Gruppen reisen zusammen, d.h. die Zeltcamps und die Überfahrten erfolgen gemeinsam, die Programme sind jedoch eigenständig.


Altar der historischen Holzkirche in Karakol


Muslimischer Fiedhof am Nordufer des Issyk-Kul-Sees

Ziel: Kyrgyzstan
Reiseart: Fachexkursionen ()
Termine: 29.07.-16.08.2010
Kosten: 970 EUR ohne Flug
Studententarif: 750 EUR ohne Flug
Anmerkungen:
Leistungen: - Übernachtungen lt. Programm
- Vollverpflegung (3 Mahlzeiten pro Tag) ab/ bis Bischkek durch mitreisende Feldküche
(Ausnahme: Bei Stadtbesichtigungen u. ä. kein Mittagessen)
- Leistungen des Küchenpersonals und der technischen Begleitkräfte
- alle Transferleistungen, Transport von Ausrüstung und Gepäck
- Dolmetscher
- deutsch- bzw. englischsprachiger Expeditionsleiter
-Wissenschaftliche Betreuung über gesamten Zeitraum durch 2 Wissenschaftler aus dem Bereich Geschichtswissenschaften/Archäologie und Ethnologie
- Registrierung der Visa
- Banja-Besuche
- alle Eintrittsgelder
Nicht enthalten: - Flug (ab 700 EUR)
- Visum (ab 40 EUR)
- Alkoholische Getränke etc.
Teilnehmerzahl: mind. 22

 

Reisebeschreibung:

1 Tag:
Abflug in Europa. Die reine Flugzeit beträgt 6 h. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa +4 h.

2.Tag:
Ankunft am frühen Morgen in Bischkek. Die Exkursionsfahrzeuge warten bereits. Sie werden durch die Exkursionsleitung und den Dolmetscher empfangen. Die Reise kann beginnen. Stop: archäologische Ausgrabungsstätte „Krasnaja Retschka“. Stop: antike Stadt Balazagun. Wir schauen uns das Minarett aus der Karachanidenzeit (11.-12. J.) an, von welchem man einen guten Panoramablick auf das weite Tschuj-Tal werfen kann. In einem kleinen Museumsraum sind Ausgrabungsstücke ausgestellt. Sehr sehenswert ist die Balbal-Sammlung aus der Turkzeit (2.-3. Jh.) Stop: Denkmal für den kirgisischen Volksaufstand 1917 Ü: Zeltlager am Issyk Kul

3. Tag:
Der Issyk-Kul-See liegt im gleichnamigen Issyk-Kul-Oblast (Verwaltungsgebiet), durch den ein Großteil der Exkursion führt. Wegen seiner einzigartigen Landschaft und Kultur wurde er im Jahre 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Stop: Petroglyphen bei Tscholpon Ata Direkt bei Tscholpon-Ata befindet sich eines der größten Steinfelder mit Felszeichnungen in Mittelasien. Imposant sind die dargestellten Jagdszenen mit Schneeleoparden und Sibirischen Steinböcken. Über 600 Felszeichnungen gibt es hier zu bestaunen. Stop: Regional-Museum Tscholpon Ata: Kleines, aber sehr gut ausgestattetes Mueum mit archäologischer und tehnographischer Abteilung Vorlesung: Das kirgisische Nomadentum Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil I Ü: Zeltlager am Flußufer

4. Tag:
Tageswanderung in der Gebirgskette des Kungej-Alatoo: Am Morgen starten wir zur Wanderung (Schwierigkeitsgrad: leicht). Die Wanderung führt durch die seltenen Tienschan-Fichtenwälder, vorbei an einigen Jurten. Je nach Ausdauer und Interessenlage können wir bis in die alpine Wiesen vordringen, welche über der Waldzone liegen. Gegen Nachmittag sind wir wieder zrück. Vorlesung Architektur: Die kirgisische Jurte (Aufbau, verwendete Materialien, Raumaufteilung etc.) Vorlesung Ethnographie: Die kirgische Jurte (Bedeutung der Jurte in der heutigen Tradition, Bedeutung der verschiedenen Mustern auf den Haltebändern und auf den Filzteppichen, etc) Ü: Zeltlager am Flußufer

5. Tag:
Kurze Überfahrt zu Issyk Kul. Stop: Besuch auf einem russischen Bauernhof Die Russen machen mittlerweile nur noch 5% der Bevölkerung aus. Hauptsiedlungsgebiete sind das Tschuj-Tal und das Becken des Issyk Kuls. Wir erfahren etwas über den Alltag der russ. Siedler. Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil II Stop: Besuch des Schneeleopardenprojektes Seit einigen Jahren unterhält der die Naturschutzorganisation „NABU Kirgistan“ eine Antiwilderereinheit, welche Wilderer aufspürt und dingfest macht. Dabei werden mitunter Wildtiere wie Sibirischer Steinbock, Sakerfalke oder Schneeleopard konfessiert. Konfizierte Schneeleoparden und Greifvögel kommen dann ins Reha-Zentrum Ananewo. Am Nachmittag ist Zeit, ein Bad im Issyk Kul zu nehmen. Ü:Zeltlager am Issyk Kul

6. Tag:
Überfahrt von Ananewo nach Karakol. Stop: Przhewalskii-Museum Wir besuchen das sehenswerte Przhewalskij-Museum, welches dem großen Zentralasienforscher gewidmet ist. Als General in den Diensten des russischen Zaren und Mitglied der Geographischen Gesellschaft Rußlands leistete er einen großen Beitrag zur Erforschung Mittel- und Zentralasiens. Er stand als erster europäischer Wissenschaftler vor den Toren Lhasas. Stop Architektur/Geschichte: Dunganen-Moschee und Gespräch mit dem Mulla. Anfang des 20. Jh. Wurde von dunganischen Einwanderern diese Moschee im Pagodenstil erbaut. Die Baumeister aus China verwendeten dabei keinen einzigen Nagel. Stop Architektur/Geschichte: orthodoxe Holzkathedrale. Die einzige hölzerne Kathedrale Kirgsiens wurde Ende des 19. Jh. Errichtet. Bekannt ist sie wegen der Schwarzen Madonna von Tichwin. Ü: Waldwiese auf dem Gelände der Försterei

7. Tag:
Überfahrt von Ak Suu nach Altyn Araschan. Der beschwerliche Weg nach Altyn Araschan, welcher nur 18 km lang ist, nimmt den ganzen Vormittag in Anspruch. Die Straße ist so schlecht, daß weder Jeeps noch Allrad-Kleinbusse, sondern nur Allrad-LKW’s durchkommen Vorlesung: Vielvölkerstaat Kirgisien und Nationalitätenpolitik Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil III Abends: Bad in den heißen Quellen Ü: Zeltlager am Fluß

8. Tag:
Am Vormittag: Wanderung im Araschan-Tal (Schwierigkeitsgrad. leicht). Alternative: Man kann sich privat bei den Nomaden Pferde ausleihen. Der Nachmittag ist für Diskussionen und Vorlesungen vorgesehen. Vorlesung: Kirgisische Traditionen heute: Reiterspiele, Beizjagd mit Steinadler, Brautraub Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil IV Abends: Bad in den heißen Quellen Ü: Zeltlager am Fluß Ganztageswanderung (Schwierigkeitsgrad: anstrengend) zum Hochgebirgssee Ala Köl (ca. 3900 m NN).

9. Tag:
Tag zur freien Verfügung, am späten Nachmittag Vorlesungen Vorlesung: Der Islam in Mittelasien vor der Oktoberrevolution und während der Sowjetzeit Vorlesung: Kirgisische Literatur: Aitmatow, Nationalepos Manas Abends: Bad in den heißen Quellen Ü: Zeltlager am Fluß

10. Tag:
(Am frühen Morgen Ankuft der Teilnehmer der Nord+Süd-Kirgisien-Exkursion (06.08.-06.09.09) am Flughafen Bischkek. Dort werden sie abgeholt und mit einem Bus nach Karakol gebracht, wo sie mit der Exkursionsgruppe zusammentreffen.) Vormittags Rückfahrt von Altyn Araschan nach Karakol. Stop: Stadtbesichtigung Karakol Karakol ist eine einzigartige Stadt und zählt zu den Perlen Mittelasiens. Im Unterschied zu anderen Siedlungen, welche vom russischen Zaren im Mittelasien des 19. Jh. angelegt wurden, findet man in Karakol noch viele Zeugen dieser Zeit. Viele der alten russischen Blockhäuser, sogenannte Sruby, mit ihren liebevoll gestalteten Fensterläden, sind noch erhalten. Stop: Besuch eines russisch-orthodoxen Friedhofes Stop: Verkostung eines typisch uigurischen Gerichts: Aschljam Fuu Ü: Gästehaus Karakol (Sauna, Innentoilette, Dusche)

11. Tag:
Überfahrt von Karakol ins Tal des Tschong Kyzyl Suu Stop: Rote Felsen von Dshety Ögüz Der bekannteste Kurort des ganzen Landes ist durch seine Roten Felsen berühmt, welche über den heißen Quellen ragen. Stop: Besuch bei Bergimkern Stop: Besuch in enem Dunganendorf Die Dunganen sind eine chinesische Minderheit in Kirgisien und gelangten Anfang des 20. Jh. hierher. Obwohl sie im ganzen Land verteilt leben, gibt es nur ein einziges Dorf in der Nähe von Karakol, wo sie die Bevölkerungsmehrheit darstellen. Wir werden uns einen unganischen Bauernhof und die speziellen Feldkulturen anschauen. Wenn noch etwas Zeit ist, wollen wir die moderne Moschee (auch im Pagodenstil) besichtigen. Ü: Zeltlager am Fluß

12. Tag:
Tag zur freien Verfügung Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil V Ü: Zeltlager am Fluß

13. Tag:
Reservetag: Aufgrund widriger Straßen- und Witterungsverhältnisse im Hochgebirge kann es vorkommen, daß der Zeitplan nicht eingehalten wird. Um eventuelle zeitliche Verzögerungen auszugleichen ist dieser Tag vorgesehen.

14. Tag:
Fahrt von Kyzyl Suu nach Barskoon. Unterwegs legen wir einen Badestopp am Issyk Kul ein. Stop Archäologie: Königshügelgrab bei Darchan Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil VI – die Kirgisische Sowjetrepublik während des 2. Weltkrieges Ü: Zeltlager im Barskoon

15. Tag:
Tageswanderung zum Gletscher: Sehr früh am Morgen brechen wir auf und fahren de Arabel-Paß (3950 m NN) hinauf. Unsere Wanderung beginnt auf der Hochebene Arabel (3700 m NN). Ziel ist ein Gletscher auf der Südflanke der Terskej-Alatoo, welcher auf knapp 4000 m NN liegt. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück. Ü: Zeltlager im Barskoon

16. Tag:
Kurze Fahrt von Barskoon nach Kara Talaa Stop: Besuch bei einem Jurtenbau-Meister Hier kann amn mit eigenen Augen sehen, wie die Behausungen der Nomaden hergestellt werden. Angefangen vom Holzgerüst, über die Filzbahnen der Außenhaut, die Schmuckbänder des Innenraums und die reich verzierten Filzteppiche für den Boden. Stop: Filzmanufaktur Bokonbaewo In diesem Familienbetrieb schauen wir uns die Herstellung der Filzteppiche (kirg.: Schiyrdak) von der Rohwolle bis zum Endprodukt an. In einem kleinen Verkaufsraum kann man verschiedene Filzsachen, wie Hausschuhe, Sitzkissen und Teppiche erwerben. Stop. Denkmal für die Gefallenden des II. Weltrieges Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil VII (Sowjetzeit von 1945-1991) Ü: Zeltlager am Issyk Kul

17. Tag:
Tagesfahrt vom Issyk Kul nach Bischkek. Wir legen einen kurzen Halt am Fischmarkt in Balyksche ein und kommen dann durch die Boom-Schlucht. Am Abend erreichen wir unser Ziel. Stop: Hügelgräber der Sakenzeit Vorlesung: Geschichte Kirgisiens, Teil VIII (ab 1991) Ü: privates Gästehaus bei Bischkek

18. Tag:
Stop: Stadtbesichtigung Bischkek -Vorstellung verschiedener architektonischer Zeugnisse der Sowjetzeit und neuesten Architektur -Grünanlagen und Parks -Reste des alten Bischkek -Besuch des Osch-Bazars, Frunze-Museums Abends: Abschlußfeier Ü: privates Gästehaus bei Bischkek

19. Tag:
Transfer zum Flughafen am Frühen Morgen und Rückflug nach Europa.


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Hier können Sie unser Exkursionsprogramm als pdf-Datei herunterladen

Hier können Sie unseren Katalog als pdf-Datei herunterladen.

In Zusammenarbeit mit der Universität Petropawlowsk, der Akademie der Wissenschaften in Bischkek, der Agrar-Akademie Irkutsk u.a.


Kulturhistorische Exkursion Nord-Kirgisien (29.07. - 16.08.2010)
Geschichte, Kultur und Ethnographie Nord-Kirgisiens
Kosten: 970 EUR ohne Flug
Studenten: 750 EUR ohne Flug

Unterwegs im Terskej Alatoo zu den heißen Quellen von Araschan
Trekking (14 Tage)
Kosten: ab 1000 EUR (10 -14 Pers.)
Entlang der Seidenstraße: UNESCO-Biosphärenreservat Issyk-Kul und Song Köl
Kultur- und Wanderreise (15 Tage)
Kosten: ab 930 EUR (2 - 14 Pers.)
Pferdetrekking zum Song Köl und Kulturstudien am Issyk Kul
Reiten (15 Tage)
Kosten: ab 900 EUR (2 - 12 Pers.)
Reiturlaub am Song Köl See und Kulturstudien im UNECSO-Weltnaturerbe
Reitreise (14 Tage)
Kosten: ab 800 EUR (2 - 14 Pers.)
Vom Ala-Artscha-Nationalpark zu den heißen Quellen von Issyk Ata
Trekking (10 Tage)
Kosten: ab 480 EUR (2 - 12 Pers.)
Reiturlaub am Song Köl See, in der Taiga am Issyk Kul und den heißen Qellen von Kyzyl Suu
Reiten (20 Tage)
Kosten: ab 1360 EUR (2 - 12 Pers.)
Kyrgyzstan-Trail: Vom Terskej Alatoo zum Fuße des Pik Pobeda (7439 m NN), Engiltschek-Gletscher und Merzbacher-See
Treking (21 Tage)
Kosten: ab 1750 EUR (10 - 14 Pers.)
Entlang der Seidenstraße: UNESCO-Biosphärenreservat Issyk-Kul
Kultur- und Wanderreise (10 Tage)
Kosten: ab 580 EUR (2 - 14 Pers.)
Mit dem Fahrrad auf der Seidenstraße (19 Tage)
Radreise (19 Tage)
Kosten: ab 1140 EUR (2 -12 Pers.)
Entlang der Seidenstraße: UNESCO-Biosphärenreservat Issyk-Kul, Song Köl und Ferganabecken
Kultur und Wanderreise (21 Tage)
Kosten: ab 1360 EUR (10 - 14 Pers.)
Reiturlaub für Genießer am Song Köl See
Reiten (10 Tage)
Kosten: ab 550 EUR (2 - 14 Pers.)
Mit dem Rad durch das UNESCO-Weltnaturerbe Issyk Kul
Radreise (14 Tage)
Kosten: ab 820 EUR (2 - 12 Pers.)